Warum es mehr als Willenskraft braucht, um alte Verhaltensmuster loszuwerden.

Photo by Manan Chhabra on Unsplash

Rauchen, Aufschieberitits, zu wenig Sport, zu viele Süßigkeiten, zu viel Alkohol, zu viel Fernsehen, Nägelkauen – alles schlechte Gewohnheiten, die zu ändern mehr sinnvoll wäre. Und die Liste ließe sich beliebig lange fortführen.

Allerdings ist es gar nicht so einfach Gewohnheiten zu ändern. „Mach es doch einfach anders…“ funktioniert leider nicht, denn Gewohnheiten laufen auf Autopilot, in unserem Unterbewusstsein. Durch viele Wiederholungen sind sie neuronal tief im Gehirn verankert. Gewohnheiten haben eine ungeheurer Macht.

Oft sind die Menschen überrascht, wie schwer es ist, unerwünschtes, gewohnheitsmäßiges Verhalten aufzugeben. Sie glauben, dass es eine Frage der Willenskraft sei und dass es nur einer Entscheidung bedarf, etwas nicht mehr zu tun und damit ist die Sache erledigt. Umso größer ist dann die Irritation, wenn das alte Verhaltensmuster sich schon kurz danach wieder eingeschlichen hat. Gewohnheiten reagieren nicht auf Befehle des Bewusstseins. Daher hat es den Anschein, dass der Kampf mit schlechten Gewohnheiten ein aussichtsloser Kampf ist. Viele Menschen geben an dieser Stelle auf und sagen: “Ich kann einfach nicht anders.“

Gewohnheiten
– sind erlernte Verhaltensmuster, die dazu dienen, schlechte Gefühle zu vermeiden

– sind in Unterbewusstsein gespeichert, das dem Bewusstsein nur schwer zugänglich ist

– sind unbewusste Handlungen, die durch bestimmte Reize ausgelöst werden und automatisch ablaufen

– wiederholen sich zuverlässig, weil sie nach der Ausführung belohnt werden, z.B. mit dem Gefühl Entspannung

 

Schlechte Gewohnheiten können jedoch abgelegt werden, wenn du ihnen dort begegnest, wo sie verwurzelt sind – im Unterbewusstsein.

Hypnose ist das effektivste Werkzeug, wenn es darum geht, schlechte Gewohnheiten loszuwerden und durch gute Gewohnheiten zu ersetzen. In Hypnose wird mit dem Autopiloten kommuniziert und positive Programme und Gewohnheiten im Unterbewusstsein etabliert.

Mit Hypnose kann das Unterbewusstsein, in dem alle automatischen Verhaltensweisen (Dinge, die du tust, ohne dir darüber bewusst zu sein) angesiedelt sind, erreicht werden. Ein Paradebeispiel ist der Raucher, der sich eine Zigarette anstecken will und bemerkt, dass er bereits eine brennende Zigarette im Mund hat.

Wer versucht negative Gewohnheiten wie beispielsweise das Rauchen, falsche Ernährung oder Bewegungsmangel allein durch bewusste Anstrengung zu überwinden, wird in aller Regel scheitern, weil die etablierten Muster wieder durchbrechen, wenn er nicht aufmerksam ist und sich auf sein Ziel konzentriert. Willenskraft ist eine endliche Ressource und lässt im Laufe eines Tages nach, wenn wir müde werden. Daher kann es passieren, dass du dich den ganzen Tag an deinen Ernährungsplan hältst und am Abend plötzlich eine Tafel Schokolade verschlingst.

Gewohnheiten können in aller Regel nur dann abgelegt werden, wenn sie durch eine neue Gewohnheit ersetzt werden. Bei hartnäckigen Gewohnheiten ist es erforderlich den emotionalen Hintergrund zu beleuchten und bearbeiten. Dies lässt sich mit Hilfe der Hypnose viel einfacher realisieren, weil sie direkten Zugang zum Unterbewusstsein, in dem alle Programm gespeichert sind, ermöglicht.

Im Zustand der Hypnose

– kann die Gewohnheit analysiert werden

– lassen sich die Auslöser leichter identifizieren (Situation, Gedanken, Gefühle)

– können neue, erwünschte Verhaltensmöglichkeiten etablierte werden, die dann wiederum mit guten Gefühlen belohnt werden

Deswegen kann man bei einem guten Hypnosetherapeuten das Rauchen auch häufig in einer oder wenigen Sitzungen aufgeben, selbst wenn man seit vielen Jahren ein bis zwei Schachteln am Tag geraucht hat.

Möchtest auch du endlich eine schlechte Gewohnheit loswerden?

Anne Lissmann
Heilpraktikerin für Psychotherapie – Hypnosetherapeutin – Rapid Transformational Therapist

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Beitragsbild: Photo by Nicola Ricca on Unsplash

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