Wie du mit Mini-Gewohnheiten Maxi-Erfolge feierst

Hast du schon mal jemanden (eventuell dich selbst?) sagen hören:
“Im Neuen Jahr fange ich an,

… mehr Sport zu machen,
… mich gesünder zu ernähren,
… abzunehmen,
… früher zu Bett zu gehen,
….mehr Zeit mit meiner Familie zu verbringen“
….

oder

„Im Neuen Jahr höre ich auf

…zu rauchen,
…Alkohol zu trinken
…Junkfood zu essen
…stundenlang TV zu schauen“

Solche Aussagen kommen sehr häufig vor. Sie sind bekannt als Neujahrsvorsätze.

Und die wenigsten dieser guten Vorsätze überleben den Januar. Wer im Fitnessstudio trainiert, kennt dieses Phänomen, dass das Studio regelmäßig zum Jahresbeginn urplötzlich total überlaufen ist. Das sind alle die mit dem Vorsatz im neuen Jahr mehr Sport zu machen. Im Februar ist der Spuk dann vorbei und alles wieder normal.

Und hier gleich die schlechten Nachrichten: Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass ca. 60 % von uns Neujahrsvorsätze fassen und nur 8 % diese auch erfolgreich umsetzen.

Du bist also nicht alleine, wenn du deine Neujahrsvorsätze in der Vergangenheit nicht umgesetzt hast.

Gute Vorsätze sind an sich nicht schlecht – sie weisen auf eine Sehnsucht in dir hin, ein Wunsch nach Veränderung.

Doch so wie wir an die Sache herangehen, führen sie oft zu

– größerer Ängstlichkeit
– Selbstzweifeln
– Aufschieberitis/Prokastination
– Gefühlen der Hoffnungslosigkeit

Und diese führen dann wieder zur nächsten Fressattacke, zu erneutem übermäßigem Alkoholkonsum, noch weniger Bewegung und anderen selbst sabotierenden Verhaltensweisen.

Und ich versichere dir: Es hat nichts mit einem Mangel an Wollen und Wünschen zu tun!

 

Warum passiert das also?

Dein Unterbewusstsein, in dem auch deine Emotionen sitzen, hat Überzeugungen abgespeichert, dass dir das sowieso nicht gelingen wird. Eine Geschichte des Misserfolgs bezogen auf das Thema, das du verändern möchtest. Und an dieser Geschichte wird es festhalten. Wenn du eine Vorgeschichte mit gescheiterten Neujahrsvorsätzen hast, wird dein Unterbewusstsein daran festhalten und sich entsprechend verhalten.

Das Unterbewusstsein wiederholt bekannte (gewohnheitsmäßige) Denkmuster automatisch. Die Handlungen, in denen sich diese automatischen Denkmuster niederschlagen, heißen Gewohnheiten. Und Gewohnheiten erschaffen deine Realität!

 

Es ist wichtig zu verstehen, dass deine Denkmuster und Verhaltensweisen nichts mit dir als Person zu tun haben, sondern damit wie unser Verstand arbeitet. Unser Unterbewusstsein ist für unsere Sicherheit verantwortlich und Sicherheit findet es in allem was vertraut ist.

Mit anderen Worten, wenn unser analytischer Verstand und unser Unterbewusstsein zu Veränderung eine gegensätzliche Auffassung haben, gewinnt das Unterbewusstsein, denn dort sitzen unsere Gewohnheiten. Gewohnheiten lenken zu 95 % unsere täglichen Entscheidungen. Damit sind sie eindeutig Chef in unserem Kopf. Aus diesem Grund ist die Fähigkeit gute Gewohnheiten zu entwickeln, eine der wichtigsten Fähigkeiten überhaupt.

Sicher ist es kein Zuckerschlecken neue Gewohnheiten aufzubauen und wird auch nicht von heute auf morgen gelingen, aber mit der richtigen Vorgehensweise fällt es leichter und macht sogar Spaß!

Und du brauchst dein Unterbewusstsein auf deiner Seite, wenn du langfristige Veränderung erreichen möchtest. Mit unrealistischen Zielen, dass ab morgen alles ganz anders wird, überfordern wir unser Unterbewusstsein.

Nachfolgend findest du 5 Tipps, wie dir das gelingen kann:

1. Wähle eine Sache, die du wirklich ändern möchtest

Entscheide dich für ein Thema, dass dir wirklich wichtig ist und das dir am Herzen liegt. Die Betonung liegt auf, was dir wichtig ist und nicht etwa deinem Partner/deiner Partnerin, deinen Eltern oder sonst irgendjemand aus deinem Umfeld.
Setze dich bewusst mit deinem „Warum“ auseinander. Dein Warum steht für deine Motivation.
Wenn dein Ziel mehr Bewegung ist, dann könnte dein Warum lauten, mehr Leistungsfähigkeit im Beruf oder wieder mehr ausgelassene Aktivitäten mit Freunden, dich insgesamt ausgeglichener fühlen, Stress abbauen. Finde deine eigenen Gründe.

2. Starte mit Mini-Gewohnheiten für maximalen Erfolg

Brich dein Ziel in kleine, machbare Einheiten herunter. Um beim Beispiel „mehr Bewegung“ zu bleiben. Wenn du bis gestern deine Abende eher als Couchpotato mit einem Glas Bier und einer Tüte Chips auf dem Sofa verbracht hast, ist es kontraproduktiv dir ab morgen, jeden Abend eine Stunde Fitnessstudio auf die Fahne zu schreiben.

Dein Unterbewusstsein mag keine Veränderung – erinnere dich. Es wird dich boykottieren. Die meisten Menschen nehmen sich zu viel auf einmal vor und scheitern dann.

Nimm dir z.B. vor täglich 5 Minuten spazieren zu gehen oder 5 Kniebeugen zu machen und mache das zu einer Gewohnheit. Dann steigere dein Pensum langsam. Wichtig ist die Aktivität so klein zu halten, dass du sie auch wirklich umsetzt. Experimentiere, was für dich stimmig ist.

Der Start ist immer am schwierigsten und benötigt die meiste Energie. Bist du erst einmal in Bewegung, ist die Schwungkraft auf deiner Seite. Mit Mini-Gewohnheiten feierst du einen kleinen Erfolg nach dem anderen und fördert so deine Motivation.

 

3. Verbinde deine Gewohnheit mit einem Zeitpunkt und Ort

Nachdem du deine Mini-Gewohnheit definiert hast, notiere dir deinen Handlungsplan mit Zeit und Ort. Schriftlich fixierte Ziele haben eine höhere Wahrscheinlichkeit in die Tat umgesetzt zu werden. Die Wahrscheinlichkeit erhöht sich weiter, wenn ein konkreter Handlungsplan damit verknüpft wird.
Das könnte so aussehen:
Heute Abend nach dem Abendessen unternehme ich einen 5-minütigen Spaziergang um den Block.

4. Die Wissenschaft sagt: 66 Tage bis zur Gewohnheit – Bleib dran!

Neue Gewohnheiten zu etablieren benötigt Zeit. Die Phase vom bewussten Ausführen einer Tätigkeit bis zur automatisierten Gewohnheit, dauert im Durchschnitt 66 Tage. Der Prozess dauert bei komplexeren Gewohnheiten (z.B. jeden Morgen 50 Sit-ups zu machen) länger als bei einfachen Gewohnheiten (z.B. jeden Tag ein Stück Obst essen).

Nach durchschnittlich 66 Tagen ist eine Gewohnheit Teil deines Lebens und einzelne Tage auszusetzen, werden dir verziehen. Ein Patzer ist kein Grund aufzugeben. Du gehst ja auch nicht einfach nicht mehr zur Arbeit, weil du mal einen Tag krank warst.

Sobald eine Gewohnheit etabliert ist, brauchst du hierfür keine Willenskraft mehr aufzuwenden.

5. Gute Gewohnheiten ziehen andere gute Gewohnheiten nach sich

Gute Gewohnheiten entwickeln eine Eigendynamik. Um bei dem Beispiel „mehr Bewegung“ zu bleiben. Studien haben gezeigt, dass regelmäßiges Training z.B. zu gesünderem Essverhalten sowie reduziertem Alkohol- und Tabakkonsum führten.

Irgendwie scheint Neujahr der “richtige Zeitpunkt” zu sein, sich Dinge vorzunehmen, von denen du genau weißt, dass sie gut für dich wären oder mit Dingen aufzuhören, von denen du weißt, das sie dir schaden.

Es gibt keinen Grund, mit diesen Dingen zu warten bis zum nächsten Jahresanfang!

Dieser Beitrag passt zwar zum Jahresanfang und den Neujahrsvorsätzen, doch hat er an jedem Tag die gleiche Gültigkeit.

Wenn es etwas gibt, was du beginnen möchtest oder mit dem du aufhören möchtest oder das du einfach anders machen möchtest – starte jetzt.


Warte nicht auf den „richtigen Zeitpunkt“ – denn der richtige Zeitpunkt deine Visionen und Ziele ins Leben zu bringen ist

GENAU JETZT.

 

 

 

 

 

 

Anne Lissmann
Heilpraktikerin für Psychotherapie – Hypnosetherapeutin – Rapid Transformational Therapist

PS: Falls du mit einem Thema große Schwierigkeiten hast: Hypnose ist ein wundervolles Werkzeug alte Glaubenssätze aufzulösen und das Unterbewusstsein auf deine Seite zu holen.

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