5 wertvolle Werkzeuge wie du deine Widerstandsfähigkeit stärkst


In den letzten beiden Beiträgen haben wir uns das Werkzeug Nr. 1 (Kümmere dich um dein eigenes Wohlbefinden)  und Werkzeug Nr. 2 (Trainiere deine Problemlösungskompetenz) zum Aufbau deiner Widerstandsfähigkeit angeschaut.

Falls dies der erste Beitrag ist den du liest, geh zurück zu den Vorherigen. Denn dieser Beitrag baut auf den Vorherigen auf.

Aufgrund der aktuellen Situation habe ich eine Serie gestartet, in der du wertvolle Werkzeuge kennen lernst, mit denen du deine Resilienz trainieren kannst. Da die Resilienz eine direkte Verbindung zur menschlichen Psyche hat, ist sie, ohne dass wir uns dessen bewusst sind, ein Teil unseres Selbst. Daher lohnt es sich dieses Thema genauer zu beleuchten.

Resilienz bezeichnet die seelische Widerstandskraft, die Menschen befähigt, Krisen nicht nur zu überwinden, sondern gestärkt aus ihnen hervorzugehen.

 

Bild von Nadja Donauer auf Pixabay

Unsere seelische Widerstandskraft ist heute wichtiger denn je. Wer ohne oder mit nur schwacher Widerstandskraft in die jetzige Krise hineingeschlittert ist, wird es sehr schwer haben, gut damit umzugehen. Die pausenlose Angstmacherei durch Politik und Medien bringt sehr viele Menschen schnell an ihre Grenzen.

Es ist also höchste Zeit etwas für die eigene Resilienz zu tun.

Für diejenigen, die die vorherigen Artikel gelesen haben:

Denke daran schrittweise vorzugehen und dir nicht zu viel auf einmal vorzunehmen, um dich nicht zu überfordern. Fange am besten mit dem an, was dir am leichtesten erscheint. Wenn du die ersten Fortschritte erzielst, hilft es dir am Ball zu bleiben.

Widmen wir uns also heute dem 3. Werkzeug, dass dir hilft deine seelische Widerstandsfähigkeit zu stärken.

 

Werkzeug Nr. 3:

Stärke dein eigenes Selbst

Resiliente Menschen haben ein gesundes Selbstvertrauen. Das heißt nicht, dass ihnen immer alles gelingt oder sie sich für Überflieger halten. Sie sind sich bewusst, dass Dinge im Leben auch einmal nicht wie geplant verlaufen, dass sie Fehler machen. Doch das hält sie nicht davon ab, Dinge anzupacken und veranlasst sie nicht, beim kleinsten Fehlschlag sofort aufzugeben.

Es ist ihr innerer Dialog, also ihre Gedanken, die den Unterschied machen.

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Im Gegensatz zu weniger resilienten Menschen sagen sie sich: „Ich kann das oder ich kann das lernen.“ „Ich schaffe das!“ „Ich finde die Unterstützung, die ich brauche.“

Falls du dich bei den folgenden Gedanken häufiger ertappst, lerne diese Gedanken zu verändern, denn sie beschädigen dein Selbstvertrauen, lähmen dich, halten dich vom Handeln ab und werden lange genug wiederholt gedacht zu einer selbst erfüllenden Prophezeiung.

 

„Ich kann das nicht.“
„Ich bin zu dumm bzw. nicht intelligent genug.“
„Ich bin nicht begabt.“
„Ich bin zu alt oder zu jung.“
„Alles geht immer schief in meinem Leben.“
„Keiner liebt mich.“
„Ich bin nicht attraktiv genug.“
„Ich bin zu dick oder zu dünn.“
„Ich bin nicht gut genug.“

Die Liste lässt sich beliebig fortsetzen. Ich denke, du erkennst das Muster.

Diese Art von Glaubenssätzen wurzelt meist schon in der Kindheit. Erfahrungen, die wir als Kind gemacht haben und Meinungen, die uns von Menschen in unserem Umfeld vorgesagt wurde, prägen somit unser Selbstvertrauen im Erwachsenenleben.

Glaubenssätze sind Überzeugungen, Grenzen, Muster und Verallgemeinerungen über das Leben, über uns selbst, über andere, die uns oft durch unser ganzes Leben begleiten und uns beeinflussen.

Denn unbewusst suchen wir immer nach der Bestätigung, dass unser Glaubenssätze wahr sind, so dass sie sich immer mehr in unserm Unterbewusstsein verankern und dort wirken. Sie wirken in unseren Entscheidungen, in unseren Gefühlen, in unseren Handlungen.

 

 

Dies kannst du nur erkennen und überwinden, wenn du deine Gedanken aufmerksam beobachtest und die wenig hilfreichen Glaubenssätze auflöst. Diese Glaubenssätze sind im Unterbewusstsein fest verankert und werden von Menschen oft personalisiert, das heißt ihrer Persönlichkeit oder ihrem Charakter zugeschrieben.

Zunächst einmal sind es jedoch nur Glaubenssätze. Wenn diese allerdings Jahr für Jahr in einer Art Selbsthypnose immer wiederholt werden, werden sie den Charakter eines Menschen prägen.

Daher ist es essentiell, dass du dich mit deinen Glaubenssätzen auseinandersetzt.

Hierbei kann es sehr sinnvoll sein, sich professionelle Unterstützung zu holen. Die Hypnosetherapie ist eine außerordentlich wirksame Methode, um solche wenig hilfreichen Glaubenssätze auszulösen.

Du kannst auch selbst mit deinen Glaubenssätzen arbeiten.

Heute zeige ich dir vier Schritte, wie du hinderliche Glaubenssätze auflösen und gehen lassen kannst:

 

Erster Schritt:

Nimm dir etwas Zeit und erforsche, welche negativen Gedanken, dein Selbstbewusstsein schwächen und schreibe sie dir auf:

Welche Glaubenssätze sind bei dir am lautesten?

Wovon bist du überzeugt?

Schau dir genau an, welche negativen Überzeugungen in dir präsent sind und setze dich mit jeder einzelnen auseinander

 

Zweiter Schritt:

Wandele den Glaubenssatz in einen Aussagesatz um:

Beispiele:

„Ich bin nicht intelligent genug, um erfolgreich zu sein.“

„Ich muss sehr hart arbeiten, um Geld zu verdienen.“

 

Dritter Schritt:

Geh in einen Dialog mit dem Glaubenssatz. Überprüfe den Wahrheitsgehalt dieser Aussagt. Stimmt das denn wirklich?

Finde Beispiele aus deinem Leben (Momente/Situationen) die diese Überzeugung widerlegen. Falls dir keine Situationen aus deinem eigenen Leben einfallen, schau dir das Leben anderer Menschen an und zwar das von Menschen, die du bewunderst bzw. ihr Leben  und ihr Berufsleben so führen, wie du das auch gerne würdest. Sie sind der Beweis dafür, dass es möglich ist.

Argumentiere gegen deinen Glaubenssatz, bedanke dich bei ihm und dann lass ihn los. Jetzt bist du bereit, ohne diese Überzeugung weiterzuziehen.
Sobald du erkennst, dass ein Glaubenssatz falsch bzw. unwahr ist, fällt es leichter ihn loszulassen.

 

Vierter Schritt:

Formuliere nun einen neuen positiven Satz, an den du fortan gerne glauben möchtest:

„Ich arbeite mit Leichtigkeit und Freude und werde gut bezahlt.“
„Je entspannter ich bin, desto erfolgreicher bin ich.“
„Je mehr Freude ich bei meiner Arbeit empfinde, desto mehr verdiene ich.“

Es ist wichtig, dass die Worte, deinen eigenen Worten entsprechen. Also spüre hinein, was sich für dich stimmig und richtig anfühlt.

Schreib dir dein neues MANTRA auf und hänge es irgendwo auf, wo du ständig daran erinnert wirst. Denn unser Verstand lernt durch ständige Wiederholung.


Du willst an deinen Ressourcen arbeiten, um glücklicher, erfolgreicher und ausgeglichener zu werden? Gerne stehe ich für kostenfreies Informationsgespräch zur Verfügung.

Dein Kontakt zu mir

Anne Lissmann
Heilpraktikerin für Psychotherapie – Hypnosetherapeutin – Rapid Transformational Therapist

 

Beitragsbild von Sharon McCutcheon auf Unsplash

 

 

 

 

5 wertvolle Werkzeuge wie du deine Widerstandsfähigkeit stärkst

Im letzten Beitrag haben wir uns das Werkzeug Nr. 1 (Kümmere dich um dein eigenes Wohlbefinden)) zum Aufbau deiner Widerstandsfähigkeit angeschaut.

Wenn du schon einige Dinge in Bezug auf die Steigerung deines eigenen Wohlbefindens umgesetzt hast, dann dürfte deine Kompetenz in diesem Bereich schon eine nächste Stufe erreicht haben.

Denke daran kleine Schritte zu machen und dich nicht zu überfordern. Arbeite erst an ein oder zwei Punkten und wenn du hier eine neue Gewohnheit etabliert hast, nimm dir das nächste Thema vor.

Heute geht es weiter mit Werkzeug Nr. 2. Hier geht es darum, spezifischen Strategien zu entwickeln, um Probleme zukünftig schneller zu bewältigen.

Daher meine Frage an dich?

Wie sieht es mit deiner Problemlösungskompetenz aus?

Werkzeug Nr. 2:

Trainiere deine Problemlösungskompetenz

Indem du deine Problemlösungskompetenz entwickelst, bereitest du dich auf zukünftige Probleme, Krisen und Hindernisse vor. Eine aktuelle Krise gibt dir die Chance, Taktiken zu entwickeln, die dir bei nächsten Herausforderungen helfen, diese leichter und schneller durchzustehen.


1. Entwickele ein Problembewusstsein

Nimm das Problem genau unter die Lupe. Im Beitrag „Wie du deine Ängste in den Griff bekommst“, haben wir uns bei den 7 wichtigsten Säulen zu mehr Gelassenheit die Akzeptanz angesehen.

Wenn du eine Krise zunächst einmal akzeptieren kannst, statt sie zu leugnen oder im Widerstand dagegen zu sein, ist das eine gute Voraussetzung nun zum analytischen Teil der Problemlösung zu kommen.

Der erste Schritt: Definiere das Problem genau. Was ist schief gelaufen? Was entspricht nicht dem erhofften Ergebnis? Je konkreter das Problem definiert wird, desto besser kannst du später eine passende Lösung finden.

Was ist das Problem?

Wie fühlst du dich?

Wie groß erscheint es dir?

Was kannst du ändern bzw. was liegt in deinem Einflussbereich?

 

Ein praktisches Beispiel:

Daniela F., 35 Jahre,  hat aufgrund der Corona Krise ihren Job verloren. Neben finanziellen Ängsten hat sie auch Angst, ihre sozialen Kontakte zu verlieren, Angst vor Problemen in der Partnerschaft, weil sie den finanziellen Beitrag zum Haushalt nicht mehr im gleichen Umfang leisten kannst und ihre Leasingraten für ihr Auto nicht mehr bezahlen kann. Die Gedankenspirale setzt sich in Gang und zieht sie jeden Tag tiefer in den Abgrund.

Der übergeordnete Schritt ist die Akzeptanz: So ist es jetzt. Akzeptanz heißt jedoch nicht den Kopf in den Sand stecken.

Spiele das Probleme nicht herunter, sondern schau dir genau an, was die Konsequenzen sein könnten und sprich mit einer Person deines Vertrauens darüber. Darüber sprechen, heißt nicht nur die Fakten zu besprechen, sondern auch über deine Emotionen, deine Befürchtungen.

(Die Wichtigkeit eines stabilen sozialen Netzwerks hatten wir schon besprochen)

2. Situations- und Ursachen-Analyse

Schau dir die Ursachen für die Krise genau an. Für eine gelungene Problemlösung und auch für das frühzeitige Vermeiden eines ähnlichen Fehlers in der Zukunft, ist die Analyse der Ursachen unerlässlich

Im Falle von Daniela könnte das beispielsweise so aussehen:

Sie könnte einfach sagen, das ist hier klar, das liegt an der Corona Krise.

Das ist sicher richtig. Doch bei einer umfassenden Ist-Analyse ist es wichtig tiefer zu schauen. 

Schau genauer.

Sind alle entlassen worden oder hat es nur Daniela und ihre Abteilung betroffen? Hat der Bereich, in dem sie arbeitet noch Zukunft? Oder hätte sie schon früher wechseln müssen?

Wie hast sie reagiert?

War sie gegebenenfalls bereit auch andere Tätigkeiten im Unternehmen zu übernehmen oder hat über Lösungsmöglichkeiten in der Firma nachgedacht und mit Vorgesetzten diskutiert, um wenigstens die Kündigung zu vermeiden?

Unbezahlten Urlaub nehmen oder Einsatz in einem Bereich, der erst einmal unter ihrer Qualifikation liegt, um Zeit zu gewinnen?

War sie vielleicht schon länger unzufrieden und jetzt hat sie die Chance zu einer Umorientierung, ohne dass sie selbst aktiv kündigen musste?

Oder hat sie gleich aufgegeben?

Hat sie sich in den letzten Jahren entsprechend weiterqualifiziert, um unentbehrlich zu sein fürs Unternehmen?

Sind ihre Ängste in Bezug auf die Reaktion ihres Partners begründet?

Oder ergeben sich durch die veränderte Situation möglicherweise ganz neue Chancen innerhalb ihrer Beziehung?

Das sind nur einige Denkanstöße, um zu zeigen, wie viele verschiedene Aspekte eine Situation haben kann. Hier gilt es jeden Stein umzudrehen und Überzeugungen auf ihren Wahrheitsgehalt zu überprüfen.

Die Ergebnisse, zu denen du kommst, helfen dir dann dabei den nächsten Schritt zu gehen.

3. Zieldefinition

Erst wenn klar ist, wo du stehst, kannst du sinnvoll deine Ziele und die nächsten Schritte planen. Für Daniela F. sieht das derzeit so aus:

Nach einem Gespräch mit ihrem Lebensgefährten stellt sich heraus, dass er kein großes Problem damit hat, dass Daniela erst einmal keinen Job hat. Er vertraut ihr, weil er weiß, dass sie eine engagierte, kompetente und qualifizierte Fachkraft ist, die ihren Platz im Berufsleben wieder finden wird. Bis dahin wollen sie mehr gemeinsame Zeit genießen, wo nicht beide 100 Prozent eingespannt sind. Gemeinsam haben sie das Ziel gesetzt, dass Daniela in 3 Monaten wieder eine neue Arbeitsstelle hat.

Darüber hinaus ist ihr klar geworden, dass sie bereits vor diesem Ereignis reif war für einen Jobwechsel, weil es schon vor Corona viele Zeichen der Unsicherheit gegeben hat. Von sich aus hätte sie das Thema allerdings jetzt noch nicht angepackt.

Ihre gute Freundin Bärbel hat ihr einen interessanten Kontakt zu einem Personalvermittler vermittelt, der bereits Bärbel bei einem schwierigen Jobwechsel begleitet.

Mit ihm diskutiert sie nun über Perspektiven für ihre berufliche Zukunft und über die Optimierung ihrer Bewerbungsunterlagen.

Sie meldet sich bei Jobbörsen im Internet an und sucht dort nach Ideen.
Und natürlich leitet sie alle notwendigen Schritte bei der Bundesagentur für Arbeit ein, um gegebenenfalls Arbeitslosengeld beziehen zu können.

Außerdem nutzt sie die Zeit wieder mehr für ihre Fitness zu tun, die in den letzten Monaten zu kurz gekommen ist.

Danielas Ängste wurden durch ihre mutige Auseinandersetzung und offene Kommunikation mit ihrem Umfeld reduziert. Sie hat das Gefühl auf dem richtigen Weg zu sein und ist inzwischen aus ihrer Angstspirale ausgestiegen.

Sie unternimmt jeden Tag aktiv Schritt in Richtung ihres Ziels „neuer Job in einer anderen Branche“ und sammelt dabei jede Menge neue Ideen und Informationen.

Ihr Weg ist somit hier noch lange nicht zu Ende. Sie sammelt weiter Ideen, um ihre Planerstellung auszubauen, zu konkretisieren und zu verfeinern.

4. Zieldefinition

Wenn dein Ziel klar ist, kannst du beginnen Ideen zu sammeln.Das kannst du zunächst nur für dich tun. Nimm die ein Stück Papier und schreib dir alles auf, was dir einfällt. Du kannst auch ein Mindmap anfertigen.

Für Daniela würde das ungefähr so aussehen:

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Wenn du Ideen sammelst, bewerte sie zunächst nicht. Viele Menschen und das gilt ganz besonders für Krisenzeiten tendieren dazu, jede Idee gleich mit einem „ja aber“ abzutun.  Das heißt dann gleich wieder: „Geht ja doch nicht.“ Diese Denken ist weder zielführend, noch ermutigend. Im Gegenteil, es erstickt jede Kreativität und jedes Fünkchen Optimus gleich wieder im Keim.

Sammele einfach alle deine Ideen und ersetze das „ja aber“ durch ein „ja und“. Ja und ich finde heraus, wie da geht. Ja und ich finde jemanden, der mir dabei hilft. Ja und ich finde Lösungen.

Im nächsten Schritt kannst du die Ideen mit den Menschen deines Vertrauens besprechen. Das sollten keine Menschen sein, die gleich wieder mit einem, „ja aber“ kommen, sondern die konstruktiv mit dir an der Erweiterung deiner Ideensammlung bzw. an der Verfeinerung der bereits vorhandenen Ideen arbeiten.

Manchmal ergeben sich durch die Sammlung und Diskussion von Ideen auch noch einmal Korrekturen hinsichtlich des Ziels.

Somit gehen Zielsetzung und Ideensammlung Hand in Hand ergänzen sich und tauschen manchmal auch die Plätze.

Wenn du beispielsweise große Schwierigkeiten mit der Zielsetzung hast. Dann fang mit der Ideensammlung an.

 

5. Aktionsplan erstellen

Erstelle einen konkreten Plan der Tätigkeiten, die du jeden Tag erledigen willst und setze ihn um. Ohne Umsetzung ist ein Plan nichts wert.

Foto von STIL auf Unsplash

Für Daniela könnte der z.B. so aussehen:

06:30 Uhr Fitnesstraining

07.30 Uhr Frühstück mit ihrem Lebensgefährten

08:00 Uhr Wohnung und Küche aufräumen

08:30 Uhr Neues Profil in einer Internetjobbörse erstellen; Onlineangebote checken

10:30 Uhr Telefonat und Abstimmung mit dem Personalvermittler

11:30 Uhr Überarbeitung der Bewerbungsunterlagen

13:00 Uhr Mittagspause

14:00 Uhr Recherche zum Thema Bewerbungen

15:00 Uhr Telefonate zu interessanten Jobangeboten

16:00 Uhr Kaffeepause zum Kraft tanken und überdenken der neuen Infos

16:30 Uhr Neue Ideen schriftlich festhalten

17:00 Uhr Recherche zu Weiterbildungen

17:30 Uhr Kurzes Motivationstelefonat mit ihrer Freundin Bärbel

19:00 Uhr Abendessen mit ihrem Lebensgefährten

Der Plan kann täglich ein paar andere Aktivitäten enthalten, aber der Rahmen sollte stehen. Wenn eine Sache umgesetzt ist, z.B. die Erstellung der Bewerbungsunterlagen wird die nächste Aufgabe in Angriff genommen.

Wichtig ist, dass du dir nicht zu viel vornimmst und immer Aktivitäten einplanst, die dir gut tun: kleine Pausen, Zeit mit dem Partner oder Freunden, Zeit für Bewegung, einen Film, ein schönes Buch, eine Tasse Kaffee oder Tee. So bleibt die Motivation erhalten und du verkraftest Rückschläge leichter.

Foto von Clay Banks auf Unsplash

 

6. Bewertung des Plans

Plane jede Woche eine Stunde Zeit ein, in der du dir die Aktivitäten der letzten Woche anschaust und dich fragst, was hat gut funktioniert und was nicht. Dann kannst du deinen Plan immer wieder korrigieren und anpassen.

Welche Methoden waren effektiv?

Und dann mehr von dem tun, was dich deinem Ziel näherbringt.

Mit der Zeit wirst du auf eine Menge Erfahrung zurückgreifen können und es wird dir immer leichter fallen, für dich passende Strategien und Pläne zu erstellen.

Im Überblick:

  • Geh das Problem sachlich an. Wenn du die Situation noch nicht akzeptiert hast, gönne dir erst einmal eine Pause, um Abstand zu gewinnen.
  • Schreibe die Ergebnisse deiner Analyse, deine Ziele, Schritte und Pläne auf. Vieles vergessen wir leider schnell wieder. Notiere alles zum Thema in einem Notizbuch – alle Ideen, Gedanken, Kontaktdaten, Pläne und Bewertungen, damit du nichts vergisst.
  • Setze deine Ziele so, dass sie erreichbar sind. Fang mit kleinen Schritten an. Wenn du mehr Übung hast, kannst du dir größere Dinge vornehmen.
  • Komm ins Handeln. Kein Plan hilft dir, wenn du ihn nicht umsetzt.
  • Sei flexibel. Nimm Anpassungen vor, wenn du merkst, dass etwas nicht funktioniert.
  • Bleibe optimistisch und lass dir Zeit. Wenn du merkst, dass die Motivation sinkt, überprüfe, ob du dir zu viel vorgenommen hast. Sprich mit einem Menschen, dem du vertraust und gönne dir etwas, was dich wiederaufbaut.
  • Feiere deine Erfolge. Wenn dir etwas gelungen hast und du einen Schritt in Bezug auf dein Ziel erreicht hast, dann gönne dir eine Belohnung.
  • Verliere dein Ziel nicht aus den Augen. Hast du heute nicht alles geschafft? Macht nichts, setze morgen einfach wieder deinen Plan um.

Du willst an deinen Ressourcen arbeiten, um glücklicher, erfolgreicher und ausgeglichener zu werden? Gerne stehe ich für kostenfreies Informationsgespräch zur Verfügung.

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Anne Lissmann
Heilpraktikerin für Psychotherapie – Hypnosetherapeutin – Rapid Transformational Therapist

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5 wertvolle Werkzeuge wie du deine Widerstandsfähigkeit stärkst

Willst du Gefühle der Überforderung und negative Gedanken überwinden?

Möchtest du mit Herausforderungen gelassener umgehen können?

Hast du das Gefühl nicht gut genug zu sein?

Dann bist du hier genau richtig!

 

 

Im letzten Blogbeitrag habe ich eine Serie gestartet, in der du wertvolle Werkzeuge kennen lernst, mit denen du deine Resilienz trainieren kannst. Da die Resilienz eine direkte Verbindung zur menschlichen Psyche hat, ist sie, ohne dass wir uns dessen bewusst sind, ein Teil unseres Selbst. Daher lohnt es sich dieses Thema genauer zu beleuchten.

Resilienz bezeichnet die seelische Widerstandskraft, die Menschen befähigt, Krisen nicht nur zu überwinden, sondern gestärkt aus ihnen hervorzugehen.

Krisen sind nicht nur schicksalhafte Katastrophen, sondern auch der ganz alltägliche Stress, der Menschen heute oft in einen Burn-Out treibt.

Resilienz kann auch als das Immunsystem der Seele bezeichnet werden.

Dazu gehört z. B. Trauer zuzulassen und dabei nicht in Resignation, Depression oder Suchtverhalten zu verfallen, sondern Kraft und Selbstvertrauen zu finden, weiterzumachen:

Menschen, die über eine hohe Resilienz („Stehaufmännchen-Kompetenz“) verfügen, können das.

Doch welche Eigenschaften haben resiliente Menschen und welche Strategien nutzen sie, die andere Menschen nicht haben. Den Widrigkeiten des Lebens zu trotzen ist für alle Menschen ein dynamischer, fortlaufender Lernprozess, denn regelmäßig oder gelegentlich auftretende Krisen sind oft schwer zu verarbeiten.

Wie wir im letzten Blogbeitrag gesehen haben, sind Selbstwirksamkeit (das Gegenteil von Opfermentalität), Optimismus, Lösungsorientierung und Akzeptanz Schlüsselmerkmale, die nicht angeboren sind, sondern sich trainieren lassen.

Die Wissenschaft hat herausgefunden, dass Resilienz erlernbar ist.

Das ist eine gute Nachricht!

Widerstandsfähigkeit zu erlernen, ist in Corona Zeiten wichtiger denn je. Denn ein großer Wandel steht unmittelbar bevor bzw. hat bereits begonnen.

Werfen wir daher heute wieder einen Blick in den Werkzeugkasten und schauen uns das erste Werkzeug und praktischen Anwendungsmöglichkeiten genauer an.

Vieles davon kannst du in Eigenregie üben und umsetzen.  Was für dich am wirksamsten ist, hängt von deiner persönlichen Situation, deiner Lebensgeschichte, deinen Erfahrungen und deiner momentanen psychischen und physischen Verfassung ab.

Spüre hinein und nutze das, was sich für dich jetzt richtig anfühlt.

Alle Übungen gleichzeitig zu machen, ist nicht hilfreich. Das überfordert dein Unterbewusstsein und führt eher zum Widerstand als zum Erfolg.

Daher stelle ich nun in den nächsten Beiträgen die einzelnen Werkzeuge Schritt für Schritt vor.

Werkzeug Nr. 1: Kümmere dich um dein eigenes Wohlbefinden

 

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Gemeint ist hier sowohl das psychische als auch das physische Wohlbefinden.

Diese beiden Instanzen sind untrennbar miteinander verbunden.

Im Allgemeinen folgt der Körper dem Geist. Bist du aufgrund einer Herausforderung, einer aktuellen Krise oder ganz banal wegen alltäglichem Stress nicht auf der Höhe, wird auch dein Körper Stresshormone ausschütten, schlapp sein, andere Symptome zeigen und/oder anfällig für Krankheiten und Infektionen werden.

Leidest du an einer Krankheit oder körperlichen Problemen, beeinflusst das wiederum die Psyche. Bist du erst einmal angeschlagen, ist es deutlich mühsamer, zuversichtlich und positiv in die Welt zu schauen. Wird hier nicht schnell Abhilfe geschaffen, ist es leicht in einen Teufelskreis zu geraten.

  • Belastungen und Stressoren reduzieren

    Daher ist es wichtig Belastungen zu senken, Stressoren zu vermindern bzw. abzustellen. Dazu gehören beispielsweise:-das Reduzieren von Überstunden reduzieren,
    – Einschränkung der ständigen Erreichbarkeit: (Schalte Handy, Computer zu bestimmten Zeiten konsequent aus),
    – Nachrichten einmal ausschalten
    – Konsum von Negativschlagzeilen beenden
    – stundenlanges Fernsehen und Surfen im Internet reduzieren,
    – dich von negativen, jammernden Menschen fernhalten.Sieh dich in deinem Leben um, was tut dir nicht gut? Reduziere es oder beende es ganz. Es ist dein Leben, übernimm die Verantwortung.
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  • Trainiere deinen Geist und achte auf deine Gedanken
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    Tritt eine unvorhergesehene Herausforderung oder ein Stressor auf, liegt das meist außerhalb unserer Kontrolle.Nervige Chefs und Arbeitskollegen, unvorhergesehen Arbeitsspitzen, die zu Überstunden führen oder der alltägliche Stress treten auf und wir können manchmal nichts dagegen tun. Reduziere und vermeide Belastungen, wo es möglich ist. Prüfe also, was du kontrollieren kannst und ändere es.Logo Mind & Joy Hypnose Therapie München

    Ist das nicht möglich, ist das Zauberwort „Akzeptanz“.

    Was wir dann trainieren können ist, wie wir damit umgehen. Wir können nicht verhindern, das negative Gedanken in uns auftauchen. Doch wenn wir Gedanken ständig füttern, die uns wütend, ärgerlich oder traurig machen, fügen wir uns selbst den größten Schaden zu.

    Es gibt genügend Menschen, die diese Negativität den ganzen Tag in sich hin und her bewegen, bei jeder Gelegenheit, die sich bietet darüber sprechen und so das negative Erlebnis auf den ganzen Tag, die ganze Woche, Monate bzw. ihr Leben ausdehnen. Das ist selbst gemachter Stress, führt zu einem traurigen, freudlosen Leben, macht krank und schwächt die Widerstandskraft.

    Wenn du bemerkst, dass du negative Gedanken nicht aus dem Kopf bekommst, ist Vorsicht angesagt.

    Wenn du von vielen Dingen getriggert wirst und du oft gestresst bist, dann ist das ein Alarmzeichen.

    Zu sagen, denke einfach positiv, ist zu einfach und naiv.

    Doch du kannst, deine Gedanken bemerken und deine Aufmerksamkeit auf etwas anderes lenken.

    Negative Gedanken führen zu schlechten Gefühlen und sorgen dafür, dass es dir nicht gut geht.

    Und dein Verstand hat die Tendenz aus jeder kleinen Mücke einen Elefanten zu machen. (Neustart für den Kopf) 

    Nimm deine Gefühle wahr. Denn sie sind das Tor zu deiner Seele. Gefühle, die du häufig erfährst, sind in dir bereits vorhanden und wollen dir etwas sagen. Das Außen ist nur der Auslöser bzw. Trigger.

    Gib diesem Gefühl den Raum und die Aufmerksamkeit, die sie brauchen, um ungehindert verarbeitet werden zu können. Dazu brauchst du Ruhe und Achtsamkeit.

    Gehe in den Dialog mit dem Gefühl und frage es, warum du z.B. so traurig, wütend oder ärgerlich bist. Hier liegt eine Chance etwas über dich selbst zu lernen.

    Hast du die Ruhe dazu gerade nicht, dann ärgere dich, 5 Minuten intensiv und ausgiebig, rauf dir die Haare und dann richte deine Aufmerksamkeit auf etwas, dass dir Freude bereitet und dir gut tut.Beides erfordert Achtsamkeit und Übung.Du willst lieber dem Anderen, der Situation oder den Umständen die Schuld geben? Dann hast du gerade alle deine Macht und Selbstwirksamkeit an das Außen abgegeben und dich zum Opfer erklärt. Das ist Selbstsabotage und das Gegenteil von Resilienz.

    Und nein, eine Tafel Schokolade, eine Tüte Chips, eine Flasche Wein, die Nachrichten mit ihren nächsten Katastrophenmeldungen oder Ähnliches tut dir nicht gut.

    Das ist eine weitere Form der Selbstsabotage.

    Finde etwas, dass dir wirklich richtig gut tut und dein Herz erfreut.

    Wenn du bereits sehr niedergeschlagen bist, hol dir professionelle Unterstützung bei einem Therapeuten oder Coach.
    Es gibt Situationen, das kann man sich nicht selbst an den Haaren aus dem Sumpf ziehen.

  • Fokus auf das Positive richten.

    Den Fokus gezielt auf das Positive und das, was gut in deinem Leben ist, zu richten, ist ein wichtiges Werkzeug, wenn es um die Stärkung deiner Widerstandsfähigkeit geht.

    Nimm jeden Tag bewusst wahr, was gut und stärkend in deinem Leben ist und wofür du dankbar bist und verbinde dich mit dem Gefühl, das es in dir hervorrufen. (Die Magie der Dankbarkeit)

    Deine schöne Wohnung, der duftende Kaffee am Morgen, dein fürsorglicher Partner, deine Kinder, das interessante Buch, das du gerade liest, deine Freunde, die dich unterstützen, die Sonne, die scheint.

    Rufst du dir das immer wieder bewusst ins Gedächtnis, wird dies mit der Zeit ein wirkungsvolles Gegengewicht zu den Herausforderungen und den Stressoren in deinem Leben darstellen.

    In jeder Krise oder herausfordernden Situation gilt: Nicht alles ist schlecht.Lerne trotz Stress und Herausforderungen, das Positive zu sehen und richte deine Aufmerksamkeit dort hin.Das gibt dir Kraft zurück.
  • Wohltuende, gesundheitsfördernde Aktivitäten fördern.

    Ein weiterer wichtiger Aspekt der Resilienz ist deine körperliche Fitness.Bist du krank, dann bist du nicht so widerstandsfähig, wie du sein könntest. Erstelle dir einen persönlichen Fitnessplan, den du regelmäßig absolvierst. Finde etwas, das zu dir passt und sich leicht in deinen Alltag integrieren lässt.



    Wenn du bisher in dieser Richtung nichts oder wenig gemacht hast, fange mit ganz kleinen Einheiten an und überfordere dich nicht. Pflege ein Hobby, dass deine Seele nährt – gleichgültig, ob es Klavier spielen, Gartenarbeit oder lesen ist.Ernähre dich bewusst und gesund mit natürlichen Lebensmitteln, streiche Junk-Food, Süßigkeiten, Alkohol und Tabak möglichst aus deinem Speiseplan. Schlafe ausreichend, gönne dir tagsüber zwischendurch Ruhepausen.

    Aktivitäten zur Stressregulation wie Yoga, Qigong, Meditation, Autogenes Training oder Selbsthypnose sind extrem hilfreich, um deine mentale Fitness zu steigern.
  • Verlässliches stabiles Umfeld aufbauen.

    Resiliente Menschen verfügen über ein stabiles, gut funktionierendes soziales Netzwerk. Dazu gehören in erster Linie verlässliche Freunde, verlässliche Familienmitglieder, gelegentlich Arbeitskollegen.

    Wie mehrfach erwähnt, sind hiermit nicht Social-Media-Freunde Denn genau auf die kannst du dich nicht verlassen. Die klappen einfach ihren Laptop zu, wenn ihnen danach ist. Nachweislich ist die Zahl einsamer Menschen in Zeiten von Social Media dramatisch gestiegen. Die irrige Annahme vieler Social Media Nutzer, dass sie hier Freunde hätten, verhindert, dass sich auf wirkliche Beziehungen einlassen.

    Verlässliche Freunde und Familienmitglieder haben Zeit für dich, sind für dich da, lachen und weinen mit dir, suchen mit dir nach Lösungen und nehmen dich gelegentlich oder öfter auch in den Arm. Und du tust das Gleiche für sie.

    Zu stabilen Beziehungen gehört unbedingt die Verlässlichkeit. Menschen, die nur aufkreuzen, wenn ihnen gerade danach ist, sind nicht verlässlich. Schau dich mal in deinem persönlichen Umfeld um: Auf wen kannst du dich wirklich verlassen?

    Solltest du dich selbst dabei ertappen, unzuverlässig zu sein, arbeite daran dies zu ändern. Sonst wird es sehr schwer für dich, über längere Zeit stabile nährende Beziehungen aufzubauen.

    Pflege die Kontakte zu positiven Menschen in deinem Umfeld. Schau dir an, welche Freundschaften du vertiefen und weiter entwickeln möchtest.

    Das erfordert Zeit und Geduld. Enge Verbindungen entstehen nicht einfach über Nacht. Wie alles, was wirklichen Wert hat, ist auch hierfür dein Einsatz notwendig.

    Genauso wichtig ist es, klar zu erkennen, welche Menschen in deinem Umfeld dir nicht gut tun. Hast du das klar erkannt, ist es angebracht auf Distanz zu gehen, die Kontakthäufigkeit zu verringern bzw. den Kontakt zu beenden.

    Stellst du fest, dass du nur sehr wenige, enge Kontakte hast, dann ist es an der Zeit auf die Suche zu gehen.

    Eine weitere wichtig Kompetenz resilienter Menschen ist die Empathie, das heißt, sie können sich besser in andere Menschen einfühlen. Sie hören gut zu und hinterfragen, wie sich das Gegenüber in der Situation wohl fühlt.

    Lerne dem Anderen zuzuhören und bringe dich aktiv in das Gespräch ein. So kannst du Freundschaften und Beziehungen stärken und ausbauen.

 

In meinem nächsten Beitrag schauen wir uns Werkzeug Nr. 2 an.

Bis dahin – bleib gesund!

Herzlichst,

Anne

Dein Kontakt zu mir

Anne Lissmann

Heilpraktikerin für Psychotherapie – Hypnosetherapeutin – Rapid Transformational Therapist

Als Heilpraktikerin für Psychotherapie und Hypnosetherapeutin begleite ich meine Klientinnen auf ihrem individuellen Weg zur Resilienz. Ich unterstütze sie dabei, dem raschen Wandel im modernen Leben, der Arbeitswelt widerstandsfähig (resilient), flexibel und mit einer lösungsorientierten Haltung zu begegnen.

Beitragsbild von Jernej Graj auf Unsplash

 

 

7 wichtige Fähigkeiten um auch in Krisenzeiten gelassen zu bleiben

Krisensituationen wie die jetzige können Angst machen. Veränderungen können Angst machen. Eine Krise stellt immer einen Wendepunkt dar und fordern zur Veränderung auf – gleichgültig, ob es sich um eine innere oder äußere Krise handelt.

„Das einzig Beständige im Leben, ist die Veränderung.“

Diese Aussage ist nicht von mir. Dafür aber unbedingt wahr.

Bild von jhfl auf Pixabay

Der Weg Krisen gut zu überstehen und den damit verbundenen Stress zu bewältigen, führt über das Training der eigenen Widerstandsfähigkeit auch Resilienz (lateinisch: resilire ‚zurückspringen‘ ‚abprallen’) genannt. Dieser Effekt lässt sich mit der Eigenschaft eines Gummibandes vergleichen, das gleichgültig, wie sehr man daran zieht und es strapaziert, immer wieder in seine ursprüngliche Form zurückschnellt.


Resiliente
Menschen führen trotz großer Probleme in der Vergangenheit, Trauma, Armut, früher Verlust eines geliebten Menschen heute ein glückliches Leben.

Sie verfügen über bestimmte Eigenschaften und Strategien, die sie in schwierigen Situationen nicht aufgeben lassen. Sie passen sich neuen Umständen an und werden sogar stärker.

Resilienz ist eine Fähigkeit, die hilft, mit Krisen besser umzugehen.

Das Gute daran: Man kann sie erlernen.

Die Fähigkeit, auf Krisen, Herausforderungen gelassener zu reagieren und an schwierigen Umständen nicht zu zerbrechen.

Emmy Werner, (US-amerikanische Entwicklungspsychologin), die wohl bekannteste Forscherin im Zusammenhang mit Resilienz hat in einer Langzeitstudie eindrucksvoll nachgewiesen, dass Widerstandsfähigkeit nicht genetisch bedingt oder von äußeren Einflüssen abhängig, sondern erlernbar ist.

Resilienz ist kein Zustand, sondern ein dynamischer, fortlaufender Prozess. Jeden Tag sind wir in der Interaktion mit anderen Menschen gefordert, uns anzupassen.

Wenn du in der jetzigen Corona Krise gelassen reagierst, dann bist du schon gut aufgestellt.

Falls du sehr ängstlich, gestresst und besorgt bist, dann sind die folgenden Tipps sehr hilfreich für dich und helfen dir den Stresspegel zu senken. Es geht dabei um Persönlichkeitsentwicklung und die Stärkung der sogenannten Resilienzfaktoren.

Aber Achtung, das ist kein ab morgen bin ich Superman oder Wonder Woman Training. Wie körperliche Fitness, will auch mentale Fitness und Widerstandsfähigkeit geübt und trainiert werden. Üben heißt, beständig dranbleiben und wiederholen. So entsteht körperliche Fitness und so lernt auch unser Verstand.


Und du kannst sofort mit dem Training beginnen!

 

Die 7 wichtigsten Säulen zur Förderung einer erhöhten Widerstandsfähigkeit:

 

  1. Akzeptiere, was ist!
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    Der erste Schritt zu mehr Resilienz ist die Akzeptanz des eigenen Lebens – auch wenn die momentane Situation gerade sehr herausfordernd ist.
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    Das bedeutet gleichzeitig Vergangenes loszulassen, eigene Fehler einzugestehen und das Leben so nehmen, wie es ist.Veränderungen und Neues akzeptieren zu können, erfordern immer auch Toleranz, Geduld, Offenheit und Flexibilität.
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    Wer sich schwer tut mit dem Loslassen von unwiederbringlich Vergangenem – seien es Menschen, Dinge oder Lebensphasen etc. ist im Widerstand zum Fluss des Leben und fügt sich selbst großen Schmerz zu.
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    (Hierzu auch interessant: Loslassen lernen – Der Schlüssel zum Glück-Teil 1 und Teil 2 – 5 Schritte Belastendens hinter sich zu lassen!)
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  2. Sei optimistisch!
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    Hast du Situation erst einmal akzeptiert, solltest du zuversichtlich in die Zukunft schauen. Das hat nichts mit naivem positiven Denken zu tun.
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    So ist die Corona Krise an sich nicht positiv.
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    Doch schaust mit innerer Zuversicht auf die Situation, kannst du dir überlegen, wofür du die Zeit des Rückzugs nutzen kannst, statt jammernd auf dem Sofa zu liegen und Depressionen zu entwickeln.
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    „Endlich mehr Zeit für die Familie?“
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    „Endlich Zeit und Ruhe den Stapel Bücher auf dem Nachtisch zu lesen.“
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    „Mehr Zeit zum Ausruhen und für Selbstfürsorge?“
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    „Muße, gute Freundschaften zu pflegen, wenn derzeit auch nur via Videokonferenz oder Telefon?“
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    „Gründlich die Wohnung ausmisten oder den Garten umgestalten?“
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    “Wofür hast du sonst zu wenig Zeit und Ruhe?“Logo Mind & Joy - Hypnose München
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    Glaube an einen guten Ausgang und daran, dass die Veränderung auch Positives mit sich bringen kann. Oftmals erkennen wir das Gute an einer Sache erst im Rückblick.
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    Jede Krise birgt auch eine Chance, wenn wir bereit sind, hinzusehen. Jede Krise ist zeitlich begrenzt.
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  3. Denke in Lösungen!
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    Mit einer positiven Einstellung kannst du dir dann Lösungen und Ziele für die Zukunft überlegen.
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    Wie kann ich aus dieser Situation das Beste machen?
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    Welche Chancen und Möglichkeiten ergeben sich dadurch für mich?
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    Wer kann mir hierbei helfen?

    Welche Informationen, welches Wissen benötige ich dafür?

    Analysiere die Situation und setze dir neue realistische Ziele, die umsetzbar sind.
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  4. Raus aus der Opferrolle!
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    Komme aus der Opferrolle, hör auf zu jammern und arbeite an dir.
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    Eine Runde Jammern nach dem ersten Schock ist völlig in Ordnung, doch dann komm wieder in deine Kraft zurück und packe das Problem bei den Hörnern.
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    Resiliente Menschen verharren nicht in einer der Opferrolle und in Schuldzuweisungen.
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    Leider machen viele Menschen andere Menschen oder  die Umstände für ihr Glück bzw. Unglück verantwortlich und geben so ihre persönliche Macht und Selbstwirksamkeit ab.Logo Mind & Joy - Hypnose München
  5. Übernimm die Verantwortung!
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    Wenn du Fehler machst beim Lösen des Problems, du etwas übersehen oder etwas nicht sofort funktioniert, übernimm die Verantwortung. Aus Fehlern lernen wir Menschen am meisten.
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    Schau dir das Problem noch einmal genau an und nimm Korrekturen an deiner Vorgehensweise vor.
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    Brauchst mehr Information?
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    Unterstützung von anderen Menschen? Besorge sie dir.
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