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6 Tipps für einen konstruktiven inneren Dialog

Deine Gedanken entscheiden darüber, wie du dich fühlst

Jeder Mensch führt im Wachzustand fortwährend ein inneres Zwiegespräch, dessen wir uns meist nicht bewusst sind. Wie dieser innerer Dialog aussieht, ist entscheidend für unser seelisches Grundgefühl, für unsere Stimmungslage.

Wie sprechen wir eigentlich den ganzen Tag mit uns selbst?  Wie sprichst du – ja genau du – mit dir selbst?

Was sagt die Stimme in deinem Kopf zu dir und über dich selbst?

Die  Wahrheit ist, dass die meisten Menschen mit sich selbst in einer Art und Weise sprechen, wie sie niemals mit jemand anderem sprechen würden. Und wir Frauen sind besonders kritisch mit uns selbst.

 

Häufig ist die Stimme in unserem Kopf herabsetzend, überkritisch und gemein. Manchmal sogar grausam.

Das ist niemals hilfreich,  und sehen wir uns herausfordernden Situationen gegenüber, wo wir jede Ermutigung brauchen, haben wir statt dessen die schlimmste Kritikerin/den schlimmsten Kritiker in unserem eigenen Kopf sitzen.
Der viel zitierte „innere Kritiker“ sind wir somit selbst, unsere eigenen Gedanken.


Dein innerer Dialog ist das Erste, was du ändern musst,
wenn du wirklich Fortschritte im Leben machen willst und insbesondere,
wenn du eine negative Gewohnheit ändern  oder aus einer Krise heraus willst.

Die wichtigsten Worte, die du je hören wirst, kommen von dir selbst. Selbstliebe gehört zu den wichtigsten Dingen, die wir je lernen können.

Krisen, Rückschläge, Enttäuschungen und Fehler gehören zum Leben. Keine/r von uns bleibt davon verschont. Doch ist es nicht nur nicht hilfreich, diese Erfahrungen zu personalisieren – also aus einem begangenen Fehler oder einem erlittenen Fehlschlag zu schlussfolgern „Ich bin ein Fehler, Ich bin eine Enttäuschung…“, sondern selbstzerstörerisch und darüber hinaus auch total falsch.

Wir Menschen wachsen und entwickeln uns am meisten in herausfordernden Zeiten und Fehler zeigen uns, wie etwas nicht geht und das wir etwas anders machen müssen, wir etwas lernen dürfen.

Dir ständig zu sagen, dass du deswegen weniger wert bist, weniger begabt, weniger liebenswert, hält dich genau in der Situation fest unter der du leidest und behindert dein Wachstum und deine Entwicklung. Mit einem negativen inneren Dialog vergrößerst du dein Leid und lähmst dich.

Wenn du die Geschichte, die du dir erzählst, änderst und dir liebevoll Mut zu sprichst, indem du dir sagst, dass du die Kraft und den Willen hast, die Situation zu verbessern und dass du alles lernen wirst und kannst, was dazu notwendig ist, dann bist du in der Lage, die nächsten Schritte zu gehen.

Im Folgenden gebe ich dir eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für einen ermutigenden inneren Dialog:

Und berücksichtige bitte, dass das Ziel niemals ist, die kritische Stimme ganz zum Schweigen zu bringen. Das ist nicht möglich. Unser menschlicher Verstand ist so angelegt, dass er uns ständig auf Schwierigkeiten aufmerksam macht. Denn seine Aufgabe ist es, unser Überleben zu sichern. Er ist sozusagen unser Bodyguard, der alles kritisch unter die Lupe nimmt. Problematisch wird es, wenn er dich selbst ins Visier nimmt und du dich auf diesen Dialog einlässt.

Also hör hin, welche Botschaft dein Verstand dir mitteilt und höre nur dann zu, wenn er hilfreiche Informationen beizutragen hat. („Bin ich blöd, bin ich schusselig, oh je, ich bin ein hoffnungsloser Fall…. „  oder ähnliche Gedanken sind keine hilfreichen Beiträge. Bitte sofort STOP sagen und löschen.)

1. Stell fest, wie du im Augenblick mit dir selbst sprichst bzw. über dich, deine Fähigkeiten und/oder Eigenschaften?

Positiv oder negativ?

Es ist sehr wichtig, dass du dir darüber klar wirst, wie du im Allgemeinen über dich und deine Fähigkeiten denkst. Falls dies im Großen und Ganzen negativ ist, hat das schädliche Auswirkungen auf dein Leben, deinen Körper, deine Gesundheit und muss aufhören.

Aber auch, wenn du dir z. B. wegen eines Fehlers einredest, dass du grundsätzlich nicht gut in einer Sache bist, dann hast du „einen Fehler machen“ mit „ein Fehler sein“ verwechselt.

Das hört sich jetzt vielleicht nach Haarspalterei an, macht in der Realität aber einen großen Unterschied.

Vielleicht ist wirklich etwas schief gegangen, vielleicht hast du wirklich einen Fehler gemacht, dann steh dazu und sag, okay, das war jetzt nicht optimal und ich kann besser werden und das lernen, wenn es so wichtig ist, dass ich es zu meiner Priorität mache.

2. Achte auf zwanghafte Gedanken

Wir haben alle “zwanghafte” Gedanken – Erinnerungen, die immer und immer wieder kommen. Diese sind meist negativ.
Bemerke sie, damit du ihre Häufigkeit reduzieren kannst.

Eine Möglichkeit dies zu tun, ist diese Gedanken als Trigger für einen positiven Gedanken zu nutzen. Denk z. B. an ein schönes Ereignis, einen Urlaub, einen lieben Menschen oder nutze einfach eine Art Mantra, wie z. B. ich kann alles schaffen, wenn ich will oder Fehler sind einfach eine Chance, noch einmal schlauer von vorne anzufangen.

Je kürzer die Zeitspanne wird, in denen du in deinen negativen Gedanken versinkst, desto schwächer werden die Impulse des Gehirns sich an diese zu erinnern. Das gilt besonders, wenn du sie aktiv durch positive Gedanken ersetzt. Du bist dort, wo deine Aufmerksamkeit ist. Hol dir gedanklich, schöne Dinge heran.

3. Erinnere dich daran: Alles ist vorübergehend

Gute und schlechte Dinge – alles ist vorübergehend. Eine buddhistische Lehre lautet. „Auch dies wird vorüber gehen.”
Dies kann ein Trost in schwierigen Zeiten sein und dich ebenso ermutigen, weiter daran zu bleiben, wenn es gerade sehr gut für dich läuft.

In schwierigen Zeiten fällt es uns häufig besonders schwer, dem inneren Kritiker zu widerstehen – bleib dran. Wenn es richtig eng wird, bitte um Hilfe. Das ist keine Schwäche, sondern gesunder Menschenverstand.

Auch Zeiten, in denen alles super läuft, können dazu verführen, mit der Aufmerksamkeit nachzulassen. Denke daran, dass ein positiver innerer Dialog gelernt, geübt und dann praktiziert werden muss.

4. Nutze positive Affirmationen

Wie bereits erwähnt, wird die Stimme  in deinem Kopf niemals vollkommen ruhig sein. Deine Aufgabe ist es jedoch, sie zu führen und gegebenenfalls zu beruhigen.

Such dir zwei oder drei Dinge heraus, die dir dein Verstand immer wieder vorsagt und ersetzte sie durch eine positive Affirmation/Aussage.
Beispielsweise:

Innerer Kritiker: “Ich mache immer alles falsch.”

Du: “Ich mache und glaube nur das, was mich meinen Zielen näher bringt.”
oder:
Du: ”Ich kann alles lernen, wenn ich das will und für wichtig halte.”

Oder kehre den negativen Kommentar einfach in sein positives Gegenteil um.

Es ist essentiell wichtig, dass du nur die Gedanken verstärkst, die dich nähren und unterstützen.

Schau das Video und lass Dich von der kleinen Jessica inspirieren. Ein wunderbares Beispiel für positive Affirmationen und Dankbarkeit.

5. Übe das

Seinen Geist zu beruhigen und zu führen ist eine Fähigkeit, die geübt werden muss, wie Tanzen, Yoga oder Klavier spielen. Das geschieht nicht von alleine und niemand hat uns das beigebracht.

Und unser Verstand lernt durch Wiederholung. Dabei ist es ihm egal, ob das, was du denkst und zu dir sagst, positiv oder negativ ist. Genau wie ein Computer speichert er einfach alles ab. Es liegt allein an dir, zu entscheiden, was du ab heute dort abspeichern willst.

Am Anfang wirst du das vergessen und es wird sich merkwürdig anfühlen, aber wenn du dran bleibst, wird es zu deiner zweiten Natur werden.

6. Mach es zur Priorität

Ich hoffe, dieser Prozess hilft dir, wie er mir hilft. Auch ich bin Übende. Mein Selbstdialog ist über die Zeit viel positiver geworden und doch bin ich noch nicht dort, wo ich hin möchte. Die Wahrheit ist, deine Gedanken beeinflussen deine Gefühle, deine Gefühle, dein Handeln und dein Handeln die Ergebnisse in deinem Leben. Darüber hinaus bestimmen deine Gefühle, deine Schwingung und die Frequenz, mit der du in dein Umfeld sendest. Bitte nimm dies also Ernst und werde ab sofort dein bester Freund/deine beste Freundin.

Alles Liebe

Anne

Übrigens:  
Sollten deine zwanghaften Gedanken und Gefühle bereits so ausgeprägt sein, dass du das alleine nicht in den Griff bekommst, sind sie möglicherweise bereits zu einem gewohnheitsmäßigen Denkmuster geworden und daher tief im Unterbewusstsein verwurzelt.
Hypnose ist eine wunderbare Methode solche gewohnheitsmäßigen Denkmuster aufzulösen.
Meist übernehmen wir die Stimmungslage und das Gesprächsverhalten unserer Eltern bzw. der Menschen, mit denen wir ausgewachsen sind. Wir haben diese Muster verinnerlicht. Wenn du dies verändern möchtest, lass uns gerne über eine Zusammenarbeit sprechen und buche dein persönliches, kostenfreies Kennenlerngespräch.

Dein Kontakt zu mir

Anne Lissmann
Heilpraktikerin für Psychotherapie – Hypnosetherapeutin – Rapid Transformational Therapist

 

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